Dating-App: Frühere Tinder-Managerin wirft Ex-Chef sexuelle Belästigung vor

Dating-App: Frühere Tinder-Managerin wirft Ex-Chef sexuelle Belästigung vor

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Frühere Tinder-Managerin wirft Ex-Chef sexuelle Belästigung vor

Eine frühere Managerin der Dating-App Tinder beschuldigt den ehemaligen Unternehmenschef Gregory Blatt eines sexuellen Übergriffs. Nach einer Beschwerde sei sie gefeuert worden.


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REUTERS/Mike Blake/Illustration/File Photo

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Rosette Pambakian hat als Marketingmanagerin für die Dating-App Tinder gearbeitet, nun verklagt sie die Firma hinter der Plattform und deren früheren Geschäftsführer Gregory Blatt. Dieser soll ihr gegenüber sexuell übergriffig geworden sein. Auf ihre Beschwerde hin sei sie gefeuert worden.

In der vor einem Gericht in Los Angeles eingereichten Klageschrift belastet Pambakian den Ex-Chef schwer. Auf einer Firmenfeier im Beverly Hills Hotel in Los Angeles 2016 habe Blatt sie demnach bedrängt, angefasst und gegen ihren Willen geküsst – vor zwei Zeugen. Außerdem habe er ihr ein anzügliches Angebot gemacht. Blatt war damals Chef des Unternehmens Match Group, das zum US-Internetkonzern InterActiveCorp (IAC) gehört.

Pambakian gab an, sie sei mit zwei Arbeitskollegen in ein Hotelzimmer gegangen, um von Blatt wegzukommen. Er sei jedoch aufgetaucht, dort habe sich der Übergriff ereignet.

Tinder-Unternehmen: “Einvernehmliches Kuscheln”

Die Anwälte der Frau bezeichneten die Untersuchung des Vorfalls durch die Firma als Scheinuntersuchung, die den Vorfall als “einvernehmliches Kuscheln” eingestuft habe.

Der Vorstand der Match Group bestritt in einer Mitteilung, dass Pambakian als Vergeltung für ihre Beschwerde gegen Blatt gefeuert worden sei. Eine unabhängige Untersuchung hätte ergeben, dass nicht gegen das Gesetz oder Unternehmensrichtlinien verstoßen wurde.

Pambakian und andere Tinder-Manager hatten Match und IAC im vergangenen Jahr wegen Betrugs auf zwei Milliarden Dollar Schadensersatz verklagt. Dabei ging es um mutmaßliche Manipulationen von Finanzinformationen, die zum Ziel gehabt haben sollen, den geschätzten Unternehmenswert von Tinder zu beeinflussen. In der Klage wurde auch der Vorwurf des sexuellen Übergriffs genannt. Die Firma hielt die Anschuldigungen damals für gegenstandslos.

apr/kko/AP

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