Mehr Toiletten und Sauberkeit im Kurfürstenkiez geplant

Mehr Toiletten und Sauberkeit im Kurfürstenkiez geplant

Mehr Toiletten, mehr Sauberkeit und erweiterte soziale Angebote sollen die Situation im Kurfürstenkiez entspannen. Das erarbeitete der berlinweite Runde Tisch Sexarbeit, der seine Ergebnisse am Dienstag bei einer Nachbarschaftstreffen vorstellen möchte. Die zusätzlichen Toiletten sollen zur Sauberkeit beitragen und gleichzeitig als Verrichtungsorte dienen. Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) hatte zuletzt im Juli gefordert das Gebiet um die Kurfürstenstraße zum Sperrbezirk für Straßenprostitution erklären zu wollen, Verrichtungsboxen wollte er nur außerhalb aufstellen, etwa am Tempelhofer Damm.

Die Ergebnisse die jetzt vorgestellt werden, sollen auf die Bedürfnisse der Anwohner wie Sexarbeitenden eingehen. So soll neben den genannten Maßnahmen etwa auch der Frauentreff Olga dabei unterstützt werden, die Öffnungszeiten zu erweitern. Außerdem soll der regelmäßige Einsatz der „Fegeflotte“ des Drogennotdienstes, für mehr Sauberkeit im Kiez sorgen.

Der Runde Tisch, unter dem Vorsitz von Tempelhof-Schönebergs Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) tagt seit September 2018 und wird sein abschließendes Handlungskonzept diesen November vorstellen. Das soll zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Sexarbeitenden und der Stärkung ihrer Rechte beitragen.

Die endgültige Entscheidung über die geplanten Maßnahmen stehe aber noch aus, erklärte die Sprecherin des Bezirks auf Nachfrage. Zu dem Nachbarschaftstreffen werden auch die Staatssekretärin Barbara König und der Mittes Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel kommen.

 

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