Oslo: Norweger verletzt Passanten mit gestohlenem Rettungswagen

Oslo: Norweger verletzt Passanten mit gestohlenem Rettungswagen

Ein Mann hat in Oslo einen Krankenwagen gekapert und damit Menschen angefahren, darunter zwei Kinder. Die Polizei prüft ein terroristisches Motiv.

Quelle: ZEIT ONLINE, AP, and

Der gestohlene Rettungswagen wurde von der norwegischen Polizei gestoppt.
© Stian Lysberg Solum/​NTB Scanpix/​AFP/​Getty Images

In Oslo hat ein bewaffneter Mann mit einem gestohlenem Rettungswagen Passanten angefahren. Die Polizei konnte den Norweger aufhalten. Laut Polizei wurden zwei
Kleinkinder, sieben Monate alte Zwillinge in einem Kinderwagen, verletzt. Ein älteres Paar brachte sich mit einem Sprung unter ein
geparktes Auto in Sicherheit. Der mutmaßliche 32-jährige Täter sei nicht
lebensgefährlich verletzt worden. 

Ein Augenzeuge sagte der Zeitung Aftenposten, er habe gesehen, wie der
Rettungswagen mit hoher Geschwindigkeit auf ihn zugefahren sei “und
direkt dahinter ein Polizeiauto”. Er habe mehrere Schüsse gehört.

Einsatzkräfte der Polizei hatten Schüsse in die Reifen der Ambulanz abgefeuert und den Wagen
gerammt, so konnten sie den Norweger aufhalten. Auf den Mann sei aber nicht gezielt worden, sagte der Einsatzleiter, Johan Fredriksen. In dem Krankenwagen fanden Polizisten eine
Maschinenpistole, ein Schrotgewehr und “große Mengen” Betäubungsmittel.

Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen

Ermittlerin Grete Lier Mettid sagte, es sei zu früh, zu bestimmen,
ob es ein terroristisches Motiv gebe. Das werde geprüft. Der Verdächtige
sei dafür bekannt, Verbindungen zu rechtsextremen Gruppen zu haben. Sein Verteidiger dementierte das im Gespräch mit Aftenposten.

Ein
Sprecher des Osloer Universitätskrankenhauses, Anders Bayer, bestätigte
der norwegischen Nachrichtenagentur NTB, dass ein Rettungswagen von
einer bewaffneten Person gestohlen worden sei. Drei Sanitäter in dem
Fahrzeug seien unverletzt geblieben.

Sie waren laut Polizei im
Einsatz bei einem Unfall in einem Kreisverkehr, bei dem sich ein Pkw
überschlug. Der mutmaßliche Täter verließ den Unfallort zu Fuß und
richtete eine Waffe auf Polizisten, bevor er den Rettungswagen kaperte. Die
Beifahrerin in dem überschlagenen Wagen wurde später festgenommen. Auch
die 25-Jährige sei polizeibekannt, sagte Lier Mettid.

 

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