Queere Menschen fühlen sich im Sport oft ausgegrenzt

Queere Menschen fühlen sich im Sport oft ausgegrenzt

Homosexuelle und trans Personen fühlen sich laut einer Studie im Sport vielfach ausgegrenzt und diskriminiert. Ein Drittel der sportlich Aktiven versteckt bei der Ausübung daher seine sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität, wie aus der kürzlich veröffentlichten Studie der Deutschen Sporthochschule Köln (DSHS) hervorgeht.

Die Umfrage mit 5.500 Befragten war Bestandteil des europäischen Projekts „OutSport“ aus dem Jahr 2018, an dem sich neben der Kölner Hochschule auch Sportinstitutionen aus Italien, Schottland, Österreich und Ungarn beteiligt hatten.

Aus Deutschland nahmen den Angaben zufolge 858 Menschen teil. Davon identifizierten sich 34 Prozent als lesbisch, 29 Prozent als schwul und 17 Prozent als bisexuell. Die verbleibenden 20 Prozent gaben eine andere sexuelle Orientierung an. Ein Fünftel der Befragten fühlt sich aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität ausgeschlossen, wie es hieß.

Am häufigsten berichtet wurde über Ausgrenzungen im Fußball (27 Prozent) und beim Schwimmen (26 Prozent). 81 Prozent der befragten klagten über verbale Beleidigungen und 21 Prozent über körperliche Gewalt.

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Viele Befragte berichten über einen homophoben Sprachgebrauch im Alltag. Dieser werde oft nicht mehr als beleidigend wahrgenommen. So werde ein schlechtes Zuspiel als „schwuler Pass“ bezeichnet oder Spieler als „Homo“ verunglimpft, wird ein Teilnehmer der Studie zitiert.

Laut Umfrage outen sich 51 Prozent der sportlich aktiven Homo- und Transsexuellen in Deutschland. Dies liege über dem EU-Durchschnitt von 36 Prozent. (KNA)

 

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