So viel früher können Sie in Rente gehen, sobald Sie 150.000 Euro gespart haben

So viel früher können Sie in Rente gehen, sobald Sie 150.000 Euro gespart haben

Ruhestand vorziehen: So viel früher können Sie in Rente gehen, sobald Sie 150.000 Euro gespart haben

Viele Deutsche träumen von einem vorverlegten Ruhestand. Nun haben Vermögensexperten ausgerechnet, wie viel Geld dafür nötig ist. Wie weit kann der Ruhestand mit einem Vermögen von 150.000, 250.000, 350.000 und 500.000 Euro also vorverlegt werden?

Zusammen mit den Experten des VZ Vermögenszentrums hat FOCUS-Money nachgerechnet für einen Single, ein Paar und eine Familie im Alter von aktuell 30, 40 und 50 Jahren (s. Tabellen unten). Die Lebensläufe der drei Beispielfälle verlaufen dabei unabhängig vom aktuellen Alter jeweils identisch (s. Tabelle oben).   

Wichtig: In welcher Höhe im Ruhestand Zahlungen aus der gesetzlichen Rentenkasse fließen, ist vom individuellen Lebens- und Arbeitsweg und dem damit verbundenen beitragspflichtigen Gehalt abhängig. So stringent und geradlinig wie bei unseren drei Musterfällen verläuft der Weg normalerweise nicht. Mit ihnen lassen sich unterschiedliche Konstellationen und Rentenhistorien und die sich daraus ergebenden Zahlungen jedoch anschaulich darstellen.

Der FOCUS-Online-Rentenrechner

Das unterstellte Vermögen ist in den Berechnungen im Alter von 55 Jahren vorhanden bzw. angespart. Auch wenn theoretisch ein früherer Rentenbeginn möglich wäre, wurde diese Altersmarke als Untergrenze des maximalen Vorbezugs festgelegt. Zudem wurde auf Basis der heutigen Kaufkraft gerechnet. Der aktuell 30-Jährige hat zu Rentenbeginn also dem Betrag nach das gleiche Vermögen wie der heute 50-Jährige. Da bei Letzterem der Ruhestand aber ungleich näher liegt, wird er sich für das Geld mehr leisten können als sein jüngerer Mitbürger, sofern die Teuerungsrate nicht bei null verharrt. Warum diese Vorgehensweise? Die Betrachtung nach heutiger Kaufkraft unabhängig vom Alter macht die Berechnungen greifbarer aus der gegenwärtigen Perspektive.

Was zeigen die Ergebnisse?

Wird das Wunschrentenniveau auf 50 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens taxiert, ist in allen Konstellationen ein vorzeitiger Ruhestand möglich, bei höheren Vermögenssummen sogar schon mit 55 Jahren und damit weit vor dem eigentlichen gesetzlichen Rentenalter. 50 Prozent ist allerdings auch ein recht niedrig angesetzter Wert. Er bedingt entweder bescheidene Ansprüche bzw. ein sparsames Leben im Alter oder aber günstige Lebenshaltungskosten. Zum Beispiel durch die Tatsache, dass eine schuldenfreie Immobilie zum Wohnen zur Verfügung steht und die Themen Miete oder Schuldentilgung keine Rolle mehr spielen. Neben flüssigen Geldmitteln ist Betongold eben auch eine veritable Form der Altersvorsorge.

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Wird ein Wunschrentenniveau von 70 Prozent des aktuellen Nettoeinkommens veranschlagt, kann nur der Single in allen unterstellten Fällen vorzeitig den Feierabend einläuten. Warum nicht auch das Paar oder die Familie? Da jeweils beide Partner arbeiten und gut verdienen, ergibt sich entsprechend auch ein hohes Wunschrentenniveau, das mit der Kombination aus gesetzlicher Rente und angespartem Kapital schlicht nicht erreicht wird, wenn nicht mehr als 350000 Euro zur Verfügung stehen. Für beide Partner wird ja auch nur die gleiche Kapitalbasis unterstellt wie beim Single. Bei der Familie spielt zudem der Umstand eine Rolle, dass die Frau eine Kinderpause einlegt und über mehrere Jahre nur halbtags arbeitet, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Das schmälert die Rentenansprüche, auch wenn für Erziehungszeiten grundsätzlich Punkte auf dem Rentenkonto gutgeschrieben werden.


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Was außerdem auffällt: Je älter unsere Musterpersonen sind, umso weiter lässt sich der Ruhestand mit den gleichen Summen vorverlegen. Grund Nummer eins dafür ist natürlich, dass das angesparte Kapital nach heutiger Kaufkraft unterstellt ist. Sind es nur noch 17 statt 37 Jahre bis zur Rente wie bei den jüngeren Musterfällen, enteilt die Wunschrente (bei der eine jährliche Zunahme von 1,5 Prozent unterstellt ist) nicht in einem so großen Maß. Grund Nummer zwei: Die älteren Jahrgänge können auf eine bessere Rentenhistorie zurückschauen als die Jüngeren. Während in der Hochrechnung für noch in der Zukunft liegende Jahre nur mit 1,4 Prozent Rentenanpassung per annum kalkuliert wurde, gab es in der Vergangenheit üppigere Aufschläge.

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