Was extreme Inhalte anrichten – deutsche Facebook-Moderatoren packen aus

Was extreme Inhalte anrichten – deutsche Facebook-Moderatoren packen aus

In acht Stunden müssen Facebook-Moderatoren 500 Beiträge kontrollieren. Früher waren es sogar doppelt so viele gewesen.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Facebook hat sich zu einem schwer kontrollierbaren Monstrum entwickelt. Bei rund 1,6 Milliarden aktiven Nutzern werden jeden Tag hunderte Millionen Nachrichten, Posts und Fotos verbreitet. Diese müssen überwacht werden, damit die Facebook-Regeln eingehalten werden: Hasskommentare, sexuelle Inhalte, Gewalt und Falschnachrichten müssen entfernt werden.

Bereits im Februar hatte das US-Medium The Verge über die katastrophalen Bedingungen und den Druck für Facebook-Moderatoren geschrieben. Nun hat die britische Zeitung „The Guardian“ Facebook-Moderatoren in  Berlin interviewt und ebenfalls Erschreckendes herausgefunden: Einige rutschten durch Hasskommentare und Falschmeldungen ins rechtsextreme Spektrum ab, andere wurden geradezu süchtig nach den verstörenden Inhalten. Besonders belastend empfinden die Mitarbeiter aber die Chats, die Pädophile versenden. „Wir haben reiche weiße Männer aus Europa, aus den USA, die an Kinder auf den Philippinen schreiben“, erzählte eine Mitarbeiterin.  [Mehr bei The Guardian]

Auf Gründerszene: Das Berliner Startup Horizn Studios ist 2015 mit dem Konzept „smarter Koffer“ auf den Markt gegangen – zur gleichen Zeit wie ein Konkurrent in den USA.  Schickes Design und Powerbanks sollen vor allem Millenials ansprechen. Wie sieht es vier Jahre nach der Gründung bei den Berlinern aus? [Mehr bei Gründerszene]   

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Facebook will ein unabhängiges Kontrollgremium ins Leben rufen, das Fragen bezüglich kontroverser Inhalte klären und Standards setzen soll. Letztendlich sollen 40 Menschen in dem Ausschuss sitzen. [Mehr bei Wall Street Journal]

Facebook bestimmt auch die Inhalte unserer nächsten News: So arbeitet das soziale Netzwerk laut eines Medienberichts mit Ray-Ban (Luxottica) zusammen, um unter dem Codenamen „Orion“ eine intelligente AR-Brille zu entwickeln. [Mehr bei CNBC]

US-amerikanische Unterhaltungsfirmen liefern sich derzeit eine Art Wettrennen um die besten Serien, um mehr Streaming-Kunden für sich zu gewinnen. So schloss Warnermedia einen Vertrag für die „Big Bang Theory“ ab, während Netflix „Seinfeld“ erwarb. Netflix-Mitgründer Marc Randolph sagte dazu: „Als Konsument von Fernsehen und Filmen finde ich es toll, was gerade passiert.“ Randolph geht davon aus, dass Netflix mit Neueinsteigern wie Apple und Disney konkurrieren kann. [Mehr bei Wall Street Journal und CNBC]

Adobe gab eine geringere Umsatzprognose bekannt, als Analysten der Wall Street dies vorhergesehen haben. Die Software-Firma rechnet in den drei Monaten bis Ende November mit etwa 2,97 Milliarden US-Dollar Umsatz anstatt knapp über drei Milliarden. [Mehr bei Bloomberg]

Wework soll laut eines Medienberichts wenige Stunden, nachdem bekannt wurde, dass sich der Börsengang verzögern wird, Stellen abgebaut haben. Die Entlassungen betrafen weniger als zehn Mitarbeiter in New York. [Mehr bei Bloomberg]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Vor allem in der Lebensmittelbranche sind Schwarmfinanzierungen verbreitet. Eine Crowdfinanzierung hat viele Vorteile, doch für jedes Jungunternehmen ist sie nicht geeignet. Wir haben Tipps von Experten eingeholt. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Mittwoch!

Eure Gründerszene-Redaktion

Bild: Chesnot/Getty Images

 

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